05
- November
2013
Posted By : LAK Bayern
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Mangelware studentischer Wohnraum

Studierende in Deutschland gehen auf die Straße, demonstrieren auf kreative Art und Weise für mehr studentischen Wohnraum. Auch in Bayern fehlt es Semester für Semester gerade an Hochschulstandorten an angemessenem Wohnraum. Auch in bayerischen Städten finden Aktionen statt.

“Wohnraum wird teuer; teuer saniert oder gewinnbringend an private Investoren von Kommunen und Städten verkauft. Die Studierendenwerke sind zumeist finanziell nicht in der Lage diese Rahmenbedingungen aufzufangen und allen Studierenden angemessenen Wohnraum bieten zu können.” So Samuel Hartung, Sprecher der Landes-ASten-Konferenz Bayern. “Vor allem in den Hochschulstädten ist dieser Trend bereits seit Jahren zu beobachten und verschärft sich um jedes weitere. Dies ist eine Entwicklung, die durchaus abzusehen war. Wer mehr Fachkräfte, die ein Hochschulstudium absolvieren fordert, muss auch für deren Unterkunft und Versorgung vor Ort Sorge tragen”, so Samuel Hartung weiter.

“Gerade an den Standorten mit großem Einzugsgebiet ist zunehmend zu beobachten, dass Studierende lange kein Zimmer haben, sich in Notunterkünften wiederfinden, täglich weite Wege auf sich nehmen müssen oder sich für einen anderen Studienort auf Grund der aussichtslosen Wohnungssituahon entscheiden”. So Anja Zürn, Sprecherin der Landes-ASten- Konferenz Bayern. “Die klassischen teuren Pflaster betreiben zudem bereits von Anfang an soziale Auslese, denn wer bereits zu Beginn der Studienplatzsuche absehen kann, dass ein Zimmer unerschwinglich bleibt, wird sich an den entsprechenden Standorten wahrscheinlich nicht bewerben.” Anja Zürn abschließend.

Um auf diese Situahon aufmerksam zu machen, finden im Rahmen der bundesweiten Aktionstagen, auch in Bayern verschiedene Aktivität statt. Der AK Gewerkschaften der LMU München veranstaltet mit Partnerinnen und Partnern am Donnerstag eine Podiumsdiskussion zum Thema “Wem gehört meine Wohnung… und wer treibt die Mietpreise?”. In Coburg begann heute eine groß angelegte Umfrage um die konkrete Not der Studierenden nachhaltig mit Zahlen benennen zu können. Darüber hinaus veranstaltet die Studierendenvertretung der Universität Regensburg einen Vortrag mit Norbert Hartl, Bezirksrat der Oberpfalz, der in seinem Vortrag auf die Kette von Entscheidungs- und Genehmigungsprozessen zur Entstehung studentischen Wohnraums eingehen wird. In Würzburg fand heute ein Flashmob auf dem Unteren Markt statt. Aktivistinnen und Aktivisten zeigten mit Zelten und Campingequipment die Not vieler Studierender gerade zu Beginn des Semesters auf.

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