10
- Juni
2013
Posted By : LAK Bayern
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Start der Aktionswoche für eine Verfasste Studierendenschaft in Bayern

An diesem Montag startet die bayernweite Aktionswoche zur Wiedereinführung der Verfassten Studierendenschaft. Die bayerischen Studierendenvertretungen informieren in diesem Rahmen über die Vorzüge einer Verfassten Studierendenschaft für ihre Studierenden.

„In Bayern wurde die Verfasste Studierendenschaft 1973 abgeschafft und ist inzwischen das einzige Bundesland ohne gesetzlich geregelte Studierendenschaft. Damit sind die Gestaltungsmöglichkeiten der Studierenden und ihrer gewählten Vertretung an den Hochschulen auf ein Minimum beschränkt,“ so Franziska Traube, Sprecherin der LAK Bayern.

Dabei tragen die Studierendenvertretungen schon jetzt eine hohe Verantwortung für die 330.000 Studierenden in Bayern. Sie sind etwa in die Akkreditierung eingebunden, arbeiten an der Fortentwicklung der Studiengänge mit und sollen außerdem ihren Studierenden Serviceangebote zum Beispiel im kulturellen Bereich anbieten. Traube weiter: „Das alles ist mit unseren beschränkten finanziellen Mitteln und unserer fehlenden Geschäftsfähigkeit kaum zu bewältigen.“

Die bayerischen Studierendenvertretungen sind auf die finanziellen Zuweisungen aus dem Ministerium angewiesen. Im Schnitt belaufen sich diese auf 80 Ct pro Studentin/Student pro Semester und sind in den letzten Semestern stetig gesunken. Dass sie nicht einmal inhaltlich frei darüber verfügen können, zeigte sich im Januar beim Volksbegehren. Stefan Erhardt, ebenfalls Sprecher der LAK Bayern führt aus: „An manchen Hochschulen wurde es den Studierendenvertretungen nicht gestattet, Informationsmaterial über das Volksbegehren aus ihrem eigenen Etat zu finanzieren. Laut Hochschulgesetz sind sie dazu verpflichtet, die fachlichen, sozialen und wirtschaftlichen Belange zu vertreten – aber wohl nur, wenn es sich um Inhalte handelt, welche die Regierung unterstützenswert findet? Es mussten damals Einzelpersonen und Fördervereine einspringen!“

Erhardt abschließend: „Wir verstehen die Argumentation der Regierungsparteien einfach nicht. Es werden schon lange keine sachlichen Einwände von ihrer Seite vorgebracht. Stattdessen wird mit der Angst vor randalierenden Studierenden gegen die Verfasste Studierendenschaft argumentiert. Unsere Kampagne soll gezielt mit diesen Vorurteilen aufräumen und für die Wiedereinführung wie im benachbarten Baden-Württemberg werben.“

Übersicht über geplante Aktionen:

  • ganzwöchiges Camp an der Universität Bamberg
  • AStA-Cafe an mehreren Standorten an der Universität Erlangen-Nürnberg
  • Informationsvortrag mit Diskussion an der Universität Würzburg
  • Informationsstände an der TUM
  • Postkartenaktionen an mehreren Hochschulen

    Weitere Informationen über die Kampagne erfahren Sie unter http://verfasste-bayern.de

     

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